Die deutsche Rüstungsindustrie freut sich über Aufträge in Milliardenhöhe. Um die neuen Aufträge stemmen zu können, müssen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden – darunter auch Handwerker. Erfahren Sie hier, wie Sie diese trotz Fachkräftemangels für Ihr Unternehmen in der Verteidigungsindustrie gewinnen können!
Der Boom der deutschen Rüstungsindustrie
Die deutsche Rüstungsbranche boomt. Allein die EU plant, bis 2029 rund 800 Milliarden Euro in die europäische Verteidigung fließen zu lassen. Durch eine Stärkung und Modernisierung der deutschen Bundeswehr soll die Sicherheit Deutschlands erhöht werden. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und geopolitischen Entwicklungen notwendig.
In Deutschland gibt es mehrere wichtige Rüstungsunternehmen, die nun alle nach neuen Mitarbeitern – oft auch nach Handwerkern – suchen. Die zehn größten Rüstungsunternehmen Deutschlands sind übrigens Airbus, Rheinmetall, KNDS, MBDA, ThyssenKrupp Marine Systems, Hensoldt, Diehl, Renk, MTU Aero Engines sowie Heckler & Koch.
Welche Berufe aus dem Handwerk sind in der Rüstungsindustrie besonders gefragt?
Die Produktion von Rüstungsgütern ist ein komplexer und technologisch anspruchsvoller Prozess. Dabei werden neben Ingenieuren, Technikern und Wissenschaftlern auch Handwerker benötigt. Die wichtigsten Handwerksberufe in der Rüstungsindustrie sind folgende:
- Schweißer: sind essenziell für die Herstellung von Panzerungen, Waffengehäusen und vielen weiteren Produkten der Rüstungsindustrie.
- CNC-Dreher: Sie werden für die präzise Fertigung von Bauteilen benötigt, mit denen Militärausrüstung gebaut wird.
- Mechatroniker: bauen und reparieren komplexe militärische Systeme wie z. B. Drohnen.
- Waffentechniker: Sie sind verantwortlich für die Entwicklung und Montage von Waffen aller Art sowie für die dazugehörige Munition.
- Tischler und Schreiner: werden in der Rüstungsindustrie benötigt, z. B. für den Innenausbau von Fahrzeugen und spezialisierten Bauteilen aus Holz.
- Metallbauer: übernehmen die Konstruktion von Metallstrukturen, die in der Rüstungsindustrie fast überall zum Einsatz kommen.
Der Fachkräftemangel in der Rüstungsindustrie
Der Fachkräftemangel in Deutschland hat eklatante Ausmaße angenommen. In so gut wie jeder Branche gibt es Unternehmen, die ihre offenen Stellen einfach nicht besetzt bekommen. Nach Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind es in Deutschland insgesamt über eine halbe Million Stellen. Und auch die Rüstungsindustrie steht vor der großen Herausforderung, neue Mitarbeiter zu gewinnen – vor allem jetzt, da die Auftragsbücher voll sind und die nationale und europäische Sicherheit von der Erfüllung dieser Aufträge abhängt.
Die Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die Rüstungsbranche könnten schwerwiegend sein. Wenn deutsche Rüstungskonzerne es nicht schaffen sollten, genügend neue Mitarbeiter zu gewinnen, könnte dies zu einem Problem mit geopolitischen Implikationen werden.
Welche Strategien gegen den Fachkräftemangel im Rüstungssektor gibt es also? Wie versuchen deutsche Unternehmen in der Rüstungsindustrie, trotz Personalmangel neue, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen?
Wie kann Zeitarbeit dem Fachkräftemangel entgegenwirken?
Die wohl einfachste Lösung ist Zeitarbeit (auch Personalleasing oder Arbeitnehmerüberlassung genannt). Bei Zeitarbeit leihen Unternehmen Arbeitnehmer von einem anderen Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum aus.
Global Business Recruiting ist seit über 30 Jahren auf Zeitarbeit – vor allem aus Osteuropa – spezialisiert. Wir finden und vermitteln qualifizierte Zeitarbeitskräfte aus Ländern wie Polen, Tschechien, Rumänien, den Balkanstaaten, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Slowakei und mehr.
Gerade polnische Zeitarbeitskräfte sind in diesem Kontext interessant, bedenkt man die wichtige Rolle Polens in der europäischen Rüstungsindustrie. Polnische Zeitarbeitskräfte verfügen darüber hinaus oft über sehr gute Deutschkenntnisse und sind sofort einsatzbereit.
Wir besitzen langjährige Erfahrung im Personalleasing in sicherheitskritischen Bereichen wie zum Beispiel in der Verteidigungsindustrie. Um alle rechtlichen und regulatorischen Hürden sicher zu überwinden, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen, verlässlichen Partner. Und genau dieser sind wir seit über 30 Jahren.
Insgesamt stellt Personalleasing eine ausgezeichnete Lösung für den Fachkräftemangel in der Rüstungsindustrie dar. Natürlich funktioniert Personalleasing bzw. Zeitarbeit nicht nur in der Verteidigungsbranche, sondern in allen anderen Branchen auch.
Rechtliche Besonderheiten bei der Zeitarbeit in der Rüstungsindustrie
Der Einsatz von Zeitarbeitnehmern in der Rüstungsindustrie unterliegt besonderen rechtlichen Anforderungen. Neben den allgemeinen Regelungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) sind exportkontrollrechtliche Vorgaben zu beachten: Bestimmte Positionen dürfen nur von Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit oder einem entsprechenden Sicherheitsstatus besetzt werden. Mehr zu den rechtlichen Grundlagen der Arbeitnehmerüberlassung: Arbeitnehmerüberlassung vs. Subunternehmen.
Zudem müssen bei der Entsendung osteuropäischer Fachkräfte alle Vorschriften des Entsendegesetzes eingehalten werden – insbesondere Mindestlohn, Arbeitszeiten und die A1-Bescheinigung.
Häufige Fragen zu Handwerksberufen in der Rüstungsindustrie
Schweißer sind in der Rüstungsindustrie unverzichtbar, da sie für die Herstellung von Panzerungen, Waffengehäusen, Fahrzeugrahmen und Konstruktionsteilen zuständig sind. Die Anforderungen sind hoch: Präzision, Kenntnisse in verschiedenen Schweißverfahren (MAG, WIG, Elektrode) und oft auch die Bereitschaft zur Sicherheitsüberprüfung sind gefragt.
Das hängt vom Einsatzbereich ab. Wer direkt an sicherheitsrelevanten Systemen oder in gesperrten Bereichen arbeitet, benötigt in der Regel eine Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG). Für allgemeine handwerkliche Tätigkeiten in Produktionshallen ist dies nicht immer erforderlich.
Ja, grundsätzlich können EU-Bürger in der deutschen Rüstungsindustrie arbeiten. Einschränkungen bestehen bei sicherheitsrelevanten Positionen, die eine deutsche Staatsbürgerschaft oder einen bestimmten Aufenthaltsstatus voraussetzen. Global Business Recruiting berät Sie zu den konkreten Anforderungen für Ihre offenen Stellen.
Für Standardpositionen wie Schweißer, Metallbauer oder CNC-Dreher können wir in der Regel innerhalb einer Woche einsatzbereite Fachkräfte vermitteln. Alle Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Qualifikationsnachweise, sprechen Deutsch und kennen deutsche Sicherheitsstandards.
Polen ist aufgrund seiner eigenen starken Rüstungsindustrie und der hohen Qualifikation seiner Facharbeiter besonders interessant. Auch aus der Slowakei, Tschechien und Rumänien kommen viele gut ausgebildete Handwerker mit Erfahrung in der Metallverarbeitung, die schnell in deutsche Rüstungsprojekte integriert werden können.
