{"id":9784,"date":"2026-03-11T06:35:10","date_gmt":"2026-03-11T06:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/?page_id=9784"},"modified":"2026-03-29T12:45:11","modified_gmt":"2026-03-29T12:45:11","slug":"schweissen-geschichte-und-entstehung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wissen\/schweissen-geschichte-und-entstehung\/","title":{"rendered":"Schwei\u00dfen \u2013 Geschichte und Entstehung"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_custom\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>W\u00e4hrend das Schwei\u00dfen heutzutage nicht mehr aus dem Alltag vieler Arbeiten wegzudenken ist, musste es in der Geschichte zuerst einmal einen Anfang nehmen und dann verschiedene Stadien der Entwicklung durchlaufen. Nur so, mit Versuch und Fehler wurde es zu dem, was wir heute kennen.<\/p>\n<p>Dabei ist das Schwei\u00dfen als ein Prozess, Werkst\u00fccke zu verbinden, wirklich nicht neu. Wir denken heute an die Automobilindustrie, den Schiffbau und den Maschinenbau, wenn es um das Schwei\u00dfen geht. Fr\u00fcher gab es all das nicht, dennoch mussten auch damals Dinge verbunden werden und die Verbindung musste von guter Qualit\u00e4t und vor allem sehr haltbar sein.<\/p>\n<p>Fundst\u00fccke aus den Gr\u00e4bern der Sumerer beweisen, dass auch schon in dieser Zeit Materialien mit Schwei\u00dftechniken verbunden wurden. Dabei war das Schwei\u00dfen nat\u00fcrlich nicht so klar entwickelt wie heute. Es kann eher als eine Hartl\u00f6tung von Gold, Silber und Kupfer angesehen werden. Tats\u00e4chlich z\u00e4hlt das L\u00f6ten zu den \u00e4ltesten bekannten thermischen Verbindungsverfahren. Auf das Hartl\u00f6ten folgte das Feuerschwei\u00dfen, mit dem Waffen, Werkzeuge, Kunstgegenst\u00e4nde und andere Dinge aus Metall hergestellt wurden. Diese Technik wurde bereits vor 3.000 Jahren angewendet und ist der eigentliche Vorl\u00e4ufer dessen, was wir heute als Handschwei\u00dfen kennen.<\/p>\n<h2>Feuerschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Auch das Wort \u201eSchwei\u00dfen&#8220; ist sehr wahrscheinlich auf das Feuerschwei\u00dfen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Schwei\u00dfen kommt von Schwei\u00df, von Schwitzen. Das Feuerschwei\u00dfen wurde in einem Schmiedefeuer betrieben und dabei \u201eschwitzte&#8220; die Oberfl\u00e4che der Werkst\u00fccke, was dann die Verbindung bewirkte. Tats\u00e4chlich sollte f\u00fcr eine sehr lange Zeit das Feuerschwei\u00dfen die einzige Schwei\u00dfmethode bleiben. Erst als mit Sauerstoff und Brenngasen Flammen erzeugt werden konnten, die eine viel h\u00f6here Energie aufwiesen, entwickelten sich neue Schwei\u00dfmethoden. W\u00e4hrend beim Feuerschwei\u00dfen ein wenig Hitze und viel Druck zum Einsatz kamen, konnten die hei\u00dferen Flammen des neuen Schwei\u00dfens auf den Druck verzichten. Damit war das Gasschwei\u00dfen als eine erst Form des Schmelzschwei\u00dfens geboren und wurde 1840 zum ersten Mal genutzt.<\/p>\n<h2>Brennschneiden<\/h2>\n<p>Das Brennschneiden kam in den Jahren von 1901 bis 1905 auf und setzte sich ebenfalls als wichtiges Verfahren durch. In den 1940er-Jahren folgten das Lichtbogen- und das Widerstandsschwei\u00dfen. Das Schutzgasschwei\u00dfen setzte sich f\u00fcr Nichteisenmetalle durch.<\/p>\n<p>Dazu kam das WIG-Schwei\u00dfen im Jahre 1946, welches sich aus dem Kohle-Lichtbogenschwei\u00dfen entwickelte. In 1948 kam das MIG-Schwei\u00dfen und bis heute hat sich das MAG-Schutzgasschwei\u00dfen als eines der am meisten verbreiteten Schwei\u00dfverfahren durchgesetzt.<\/p>\n<p>Das Schwei\u00dfen existiert damit seit mehreren Jahrtausenden, wobei die Sumerer und Hethiter im 3. Jahrtausend vor Christus den Anfang machten. Seine rasante Entwicklung zu dem, was wir heute kennen, begann jedoch erst im 19. Jahrhundert, als mit dem allgemeinen Fortschritt die Voraussetzungen f\u00fcr die neuen Schwei\u00dfverfahren entwickelt wurden.<\/p>\n<h2>Das Feuer- und Hammerschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Das Feuer- und Hammerschwei\u00dfen begann rund 1.500 Jahre vor Christus. Es l\u00e4sst sich in dieser Zeit in Kleinasien nachweisen und wurde zum F\u00fcgen metallischer Werkstoffe genutzt. Nur dank des Feuerschwei\u00dfens war es mit Beginn der Eisenzeit bis zum 19. Jahrhundert m\u00f6glich, Werkzeuge, Ger\u00e4te f\u00fcr die Landwirtschaft, Waffen und Gitter in den Schmieden herzustellen.<\/p>\n<p>Das Feuerschwei\u00dfen wurde \u00fcber die vielen Jahre zu einem Bestandteil sehr komplizierter Verfahren, die auch das Ausschmieden des Eisenschwamms, das Gerben, d. h. Reinigen des Eisens und das mehrfache Falten von Eisen mit einschlossen. An diese Schritte schloss sich dann das Feuerschwei\u00dfen an.<\/p>\n<h2>Das Gasschmelzschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Acetylen wurde 1836 durch Edmund Davy entdeckt. Dazu entwickelte Carl von Linde 1895 eine Methode der Luftverfl\u00fcssigung. Beides erlaubte es, sehr energiereiche Flammen zu erzeugen. Das wiederum brachte das Schwei\u00dfen voran, indem nun das Schmelzschwei\u00dfen m\u00f6glich wurde.<\/p>\n<p>Mit einer Flamme, die von Acetylen und Sauerstoff gespeist wurde, konnten Temperaturen von mehr als 3.000 \u00b0C erreicht werden. Das war 500 \u00b0C hei\u00dfer, als es mit einer Flamme aus einem Gemisch von Sauerstoff und Wasserstoff m\u00f6glich wurde. Das ebnete den Weg zum Schwei\u00dfbrenner, mit dem das Gasschmelzschwei\u00dfen begann, auch wenn es am Anfang noch als Autogenschwei\u00dfen bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>In der Folge entwickelten die Chemische Fabrik Griesheim-Elektron und das Dr\u00e4gerwerk L\u00fcbeck, Heinr. &amp; Berh. Dr\u00e4ger die Technik des Gasschmelzschwei\u00dfens weiter. Daraus entstand der Knallgasbrenner zum Schwei\u00dfen und Schneiden im Jahre 1896 und danach der Dr\u00e4ger Knallgas-Schwei\u00dfbrenner in den Jahren 1900 und 1901. In Kooperation mit Ernst Wiss von der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegr\u00fcndet, die in der Folge die Schwei\u00df- und Schneidtechniken weiterentwickelte.<\/p>\n<h2>Das Lichtbogenschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Ein weiterer Fortschritt machte das Entstehen des Lichtbogenschwei\u00dfens bzw. das E-Schwei\u00dfen m\u00f6glich. Dieser bestand aus der Entdeckung eines elektrischen Lichtbogens sowie dem Beginn der industriellen Erzeugung von Strom. Das erlaubte es, diesen Strom und den Lichtbogen, der damit erzeugt wurde, f\u00fcr das Schmelzschwei\u00dfen zu verwenden.<\/p>\n<p>Es waren Nikolai Nikolajewitsch Benardos sowie Stanislaw Olszewski, die den Lichtbogen zum Schmelzschwei\u00dfen zum ersten Mal verwendeten. Dabei setzten sie zwei Kohleelektroden ein, mit denen sich die entsprechenden Temperaturen f\u00fcr den Lichtbogen erzeugen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>In der Folge brachte Nikolai Gawrilowitsch Slawjanow das Verfahren weiter. Im Jahre 1891 begann er, die Kohleelektroden durch einen Metallstab zu ersetzen. Dieser war nicht nur der Lichtbogentr\u00e4ger, er diente zugleich auch als Schwei\u00dfzusatz. Die Stabelektroden, die so entstanden, waren jedoch zu Beginn nicht umh\u00fcllt. Damit war es nicht einfach, die Schwei\u00dfstelle vor der Luft und der damit verbundenen Oxidation zu sch\u00fctzen. Das machte diese Form des Schwei\u00dfens am Anfang noch immer ein wenig zu einer Herausforderung.<\/p>\n<p>Dem wurde 1907 von Oscar Kjellberg abgeholfen. Er hatte die Idee, die Eigenschaften des Lichtbogens mit einer Umh\u00fcllung der metallischen Stabelektroden zu verbessern. Das f\u00fchrte auch zugleich dazu, dass das Schwei\u00dfbad vor dem Luftsauerstoff gesch\u00fctzt wurde.<\/p>\n<p>Daraus entwickelten sich verschiedene Umh\u00fcllungen f\u00fcr das Schwei\u00dfen mit Elektroden, die auch den metallurgischen Eigenschaften des Werkstoffes entsprachen. Das f\u00fchrte dazu, dass sich das Lichtbogenhandschwei\u00dfen unter Einsatz umh\u00fcllter Stabelektroden als Standardschwei\u00dfverfahren durchsetzte.<\/p>\n<h2>Das WIG-Schwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Mit all dem Schwei\u00dfen, das seinerzeit entwickelt wurde, gab es dennoch ein gro\u00dfes Problem. Damit konnte niemand Magnesium schwei\u00dfen, denn dieses Metall war leicht entz\u00fcndlich. Es blieb auch so, wenn es sich in einer Legierung befand. Daher versuchte Russel Meredith aus dem Unternehmen Northrop Aircraft ein Verfahren zu entwickeln, das das Entz\u00fcnden des Magnesiums verhinderte.<\/p>\n<p>F\u00fcr sein Schwei\u00dfverfahren nutzte er eine Elektrode aus Wolfram und Helium als WIG-Schutzgas. Von Meredith als Heliarc bezeichnet, setzte sich jedoch WIG-Schwei\u00dfen von Wolfram-Inertgas-Schwei\u00dfen als Bezeichnung durch.<\/p>\n<p>\u00dcber die Jahre hinweg wurde an vielen Verbesserungen f\u00fcr das WIG-Schwei\u00dfen gearbeitet. Dazu geh\u00f6rte eine K\u00fchlung mit Wasser und der Einsatz von Schutzgasd\u00fcsen. Auch wurden die Zusammensetzung der Elektroden und die Stromquellen verbessert. Gerade letzteres f\u00fchrte zu einer \u00dcberlagerung der Schwei\u00dfspannung mit einer Hochfrequenzspannung. Das erlaubte es auch, Aluminium mithilfe von Wechselstrom zu schwei\u00dfen.<\/p>\n<h2>Das Metallschutzgasschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Im Jahre 1935 wurde ein wichtiges Patent unter dem Namen \u201eImprovements in Electric Arc Welding&#8220; in Gro\u00dfbritannien angemeldet. Dabei wurde ein Vorschubmotor genutzt, um eine Spule zu betreiben, welche gleichm\u00e4\u00dfig eine Drahtelektrode nachf\u00fchrte.<\/p>\n<p>Darauf baute Perry J. Rieppel sein Patent, welches er 1948 in den USA anmeldete. Er verband das Lichtbogenschwei\u00dfen mit der elektrischen Spule und Nachf\u00fchrung der Elektrode mit einem Schutzgas. Dabei wurden Inertgase, wie Argon und Helium verwendet. Daher wird auch vom Argon Schwei\u00dfen bzw. dem Helium Schwei\u00dfen gesprochen.<\/p>\n<p>Rieppel selbst verwendete \u201eShielded Arc Welding&#8220; als Bezeichnung f\u00fcr sein Verfahren. Daraus wurde dann die Bezeichnung SIGMA-Schwei\u00dfen, f\u00fcr \u201eShelded inert gas metal arc&#8220;, solange inerte Gase verwendet wurden.<\/p>\n<p>In der Sowjetunion besch\u00e4ftigten sich die Ingenieure N.M. Novozhilov und K.V. Liubavskii mit diesem Problem unter der Verwendung von CO2 als Schutz. Das f\u00fchrte dazu, dass sie in den 1950er Jahren spezielle Dr\u00e4hte entwickelten, deren Eigenschaften den Abbrand ausgleichen. Damit war das CO2- bzw. das MAG-Schwei\u00dfen, das Metall-Aktivgas-Schwei\u00dfen m\u00f6glich geworden, welches nun eine entsprechende Qualit\u00e4t der Schwei\u00dfn\u00e4hte erlaubte.<\/p>\n<p>Das Metallschutzgasschwei\u00dfen wurde in der Folge weiterentwickelt. So erlaubten gesteuerte Stromquellen die gezielte Steuerung des Abschmelzprozesses. Dabei steuerten Stromimpulse den Werkstoff\u00fcbergang. Das erlaubt es, beim Schwei\u00dfen mit Schutzgas den W\u00e4rmeeintrag in die Werkstoffe zu verringern bzw. die Abschmelzleistung zu erh\u00f6hen, was die Produktivit\u00e4t verbesserte.<\/p>\n<h2>Das Impulsschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Das MIG\/MAG-Schwei\u00dfen f\u00fchrt zu einem ungleichm\u00e4\u00dfigen Werkstoff\u00fcbergang, wenn ein Kurzlichtbogen verwendet wird. Damit die Abl\u00f6sung der Tropfen des geschmolzenen Werkstoffes gezielt gesteuert werden kann, wurde das Impulsschwei\u00dfen eingef\u00fchrt. Hier werden Stromimpulse verwendet, bei denen sich durch die Stromerh\u00f6hung jeweils ein Tropfen abl\u00f6st.<\/p>\n<p>Am Anfang kamen f\u00fcr dieses Verfahren zwei Stromquellen zum Einsatz. Mit dem Aufkommen von steuerbaren Stromquellen konnte jedoch eine einzige solcher Quellen die gesamte Aufgabe \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Auch hier wiederum blieb die Entwicklung nicht stehen. So wurde in \u00d6sterreich im Jahre 2005 das CMT-Schwei\u00dfen, das \u201eCold metal transfer&#8220;, zur Einsatzbereitschaft entwickelt. Dabei wird der Schwei\u00dfstrom gepulst und der Zusatzdraht vor und zur\u00fcckbewegt, wobei eine hohe Frequenz eingehalten wird. Das erlaubt, eine gezielte Tropfenabl\u00f6sung zu gew\u00e4hrleisten. Zugleich wird der Energiebedarf verringert und die W\u00e4rmeeinbringung in den Werkstoff reduziert.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Jahre 2005 wurde das Cold-Arc-Verfahren entwickelt. Auch hier geht es um einen geringeren W\u00e4rmeeintrag. Dabei werden alle Prozesseingriffe von der Stromquelle \u00fcbernommen. Dazu kommt ein konstanter Drahtvorschub zum Einsatz. Es k\u00f6nnen daf\u00fcr gew\u00f6hnliche Schwei\u00dfbrenner genutzt werden.<\/p>\n<h2>Das T.I.M.E.-Schwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Das T.I.M.E.-Schwei\u00dfen, welches f\u00fcr \u201eTransferred ionized molten energy&#8220; steht, dient der Erh\u00f6hung der gesamten Abschmelzleistung. Es nutzt das Schutzgasschwei\u00dfen mit einem abschmelzenden Draht als Grundlage. Mit besonderen Gasgemischen wird eine gleichbleibende Qualit\u00e4t sichergestellt, w\u00e4hrend die Produktivit\u00e4t dank h\u00f6herer Abschmelzleistung steigt.<\/p>\n<h2>Das Widerstandsschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Das Widerstandsschwei\u00dfen wurde das erste Mal 1766 erw\u00e4hnt. Dabei wurde versucht, Flintkugeln mittels einer Kondensatorentladung zu verschwei\u00dfen. Daran schloss sich 1782 das Verschwei\u00dfen einer Uhrfeder mit einer Messerklinge mittels sogenannter k\u00fcnstlicher Elektrizit\u00e4t an.<\/p>\n<p>Erst 1857 kommt es wieder zum Widerstandsschwei\u00dfen, was von James Prescott Joule als Verbindungsverfahren aufgezeigt wurde. Das f\u00fchrte zu den Arbeiten von Elihu Thomson, welcher 1877 mit seinen Arbeiten begann und 1886 zwei Patente anmeldete, die sich um das Stumpfschwei\u00dfen von Metalldr\u00e4hten drehen.<\/p>\n<p>Henry F.A. Kleinschmidt verhalf dann im Jahre 1897 dem Widerstandsschwei\u00dfen mithilfe von Kupferelektroden zum Durchbruch. Dazu kam die Idee, mit Schwei\u00dfbuckeln f\u00fcr das Widerstandsschwei\u00dfen Laschen an Schienen zu schwei\u00dfen. Daraus entwickelte sich 1910 die Widerstandsbuckel- und Rollennahtschwei\u00dfmethode. Damit wurde ab 1930 das Widerstandsschwei\u00dfen in der Industrie in gro\u00dfem Umfang verwendet.<\/p>\n<h2>Das Engspaltschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Das Engspaltschwei\u00dfen dient dem Verschwei\u00dfen besonders dicker Bleche. Normalerweise bed\u00fcrfen diese einer umfangreichen und aufwendigen Nahtvorbereitung. Dabei wird eine V-Fuge erstellt, die das Verschwei\u00dfen der gesamten Kante erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Engspalttechnik ist zwar nach immer eine Nahtvorbereitung n\u00f6tig, doch diese l\u00e4sst sich deutlich reduzieren. Das liegt daran, dass kein ausgepr\u00e4gtes V mehr erforderlich ist. Die Flanken k\u00f6nnen fast parallel zueinander liegen. So k\u00f6nnen Bleche mit einer St\u00e4rke von bis zu 300 mm geschwei\u00dft werden.<\/p>\n<p>Der auf diese Weise stark verkleinerte \u00d6ffnungswinkel reduziert nicht nur die Vorbereitung der Naht. Er spart auch an Zusatzwerkstoffen und der Menge des Schutzgases, das n\u00f6tig ist. Auch werden so weniger Schwei\u00dfraupen gebraucht. Das wiederum verringert die Zeit, die f\u00fcr den Schwei\u00dfprozess aufgewendet werden muss.<\/p>\n<h2>Das Lichtbogenbolzenschwei\u00dfen<\/h2>\n<p>Die Arbeiten, die zum Lichtbogenbolzenschwei\u00dfen f\u00fchrten, begannen bereits 1915 durch Harold Martin in Gro\u00dfbritannien. Dieser meldete 1920 ein Patent an, nach dem ein elektrischer Lichtbogen zwischen einem Bolzen und einer Metallplatte erzeugt wird. Der Lichtbogen wird f\u00fcr eine bestimmte Zeit, die sich einstellen l\u00e4sst, gehalten. Am Ende wird dann der Bolzen durch eine elektrische, mechanische oder pneumatische Kraft in das Schmelzbad getaucht.<\/p>\n<p>In den 1940er-Jahren arbeitete Ted Nelson daran, Schraubverbindungen zu vereinfachen, mit denen Holzplanken direkt an Stahlplatten befestigt wurden. Bis dahin wurde das Kehlnahtschwei\u00dfen daf\u00fcr verwendet. Er ersetzte dies durch einen Gewindebolzen, der mit einem Lichtbogen aufgeschmolzen wurde. Die Schwei\u00dfvorrichtung tauchte ihn dann in das Schmelzbad. Mit einem Spannfutter und Elektromagneten wurde der Bolzen angehoben und so gehalten, dass eine konstante Lichtbogenl\u00e4nge entstand. Die Schwei\u00dfzeit wurde mittels eines Zeitgebers eingestellt.<\/p>\n<h2>Der magnetisch bewegte Lichtbogen<\/h2>\n<p>In den USA meldete J.W. Dawson 1942 ein Patent an, welches das Stumpfschwei\u00dfen mit einem rotierenden Lichtbogen als W\u00e4rmequelle in einem radialen Magnetfeld beschrieb. Dieses Verfahren fand in den 1950er und 1960er-Jahren vor allem in der Sowjetunion einen breiten Einsatz. Danach wurde es in den 1970er Jahren auch innerhalb Deutschlands genutzt. Dabei wurde jedoch der rotierende Lichtbogen als W\u00e4rmequelle f\u00fcr das Stumpfschwei\u00dfen durch eine ringf\u00f6rmige Hilfselektrode ersetzt und als MBP-Schwei\u00dfen bezeichnet.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Das Schwei\u00dfen begann bereits als Hartl\u00f6tverbindungen bei den Sumerern und Hethitern. Dem folgte das Feuerschwei\u00dfen, welches f\u00fcr Tausende von Jahren die einzige Methode war, Werkzeuge, Kunstgegenst\u00e4nde und Waffen aus Metall herzustellen. Dann, mit der raschen industriellen Entwicklung im 19. Jahrhundert, kam es zu einer breiteren Anwendung neuerer und ausgekl\u00fcgelterer Schwei\u00dfprozesse. Dies reicht bis zu den Entwicklungen der heutigen Zeit.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zum Thema Schwei\u00dfen<\/h2>\n<\/div><\/div><div class=\"w-separator size_small\"><\/div><div class=\"w-tabs style_default switch_click accordion type_togglable has_scrolling\" style=\"--sections-title-size:inherit\"><div class=\"w-tabs-sections titles-align_none icon_chevron cpos_right\"><div class=\"w-tabs-section\" id=\"g93c\" itemscope itemprop=\"mainEntity\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Question\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-g93c\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\" itemprop=\"name\">Was ist das \u00e4lteste bekannte Schwei\u00dfverfahren?<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-g93c\" itemscope itemprop=\"acceptedAnswer\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Answer\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\" itemprop=\"text\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Das \u00e4lteste bekannte thermische Verbindungsverfahren ist das Hartl\u00f6ten, das bereits bei den Sumerern nachgewiesen wurde. Als eigentliches Schwei\u00dfverfahren gilt das Feuerschwei\u00dfen, das vor rund 3.000 Jahren erstmals angewendet wurde und als Vorl\u00e4ufer des modernen Handschwei\u00dfens gilt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-section\" id=\"j9fd\" itemscope itemprop=\"mainEntity\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Question\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-j9fd\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\" itemprop=\"name\">Wann wurde das Lichtbogenschwei\u00dfen erfunden?<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-j9fd\" itemscope itemprop=\"acceptedAnswer\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Answer\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\" itemprop=\"text\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Das Lichtbogenschwei\u00dfen wurde im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert entwickelt. Nikolai Benardos und Stanislaw Olszewski verwendeten den Lichtbogen erstmals zum Schmelzschwei\u00dfen. Nikolai Slawjanow ersetzte 1891 die Kohleelektrode durch einen Metallstab \u2013 der Grundstein f\u00fcr das moderne E-Schwei\u00dfen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-section\" id=\"sab7\" itemscope itemprop=\"mainEntity\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Question\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-sab7\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\" itemprop=\"name\">Was ist der Unterschied zwischen MIG- und MAG-Schwei\u00dfen?<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-sab7\" itemscope itemprop=\"acceptedAnswer\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Answer\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\" itemprop=\"text\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Beim MIG-Schwei\u00dfen (Metall-Inertgas) wird ein inertes Schutzgas wie Argon oder Helium verwendet. Beim MAG-Schwei\u00dfen (Metall-Aktivgas) kommt ein aktives Gas wie CO2 oder ein CO2-Gemisch zum Einsatz. MAG ist heute das am weitesten verbreitete Schwei\u00dfverfahren in der Industrie.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-section\" id=\"ib70\" itemscope itemprop=\"mainEntity\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Question\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-ib70\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\" itemprop=\"name\">Welche Schwei\u00dfverfahren werden heute am h\u00e4ufigsten eingesetzt?<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-ib70\" itemscope itemprop=\"acceptedAnswer\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Answer\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\" itemprop=\"text\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>In der modernen Industrie dominieren das MAG-Schutzgasschwei\u00dfen, das WIG-Schwei\u00dfen sowie das Lichtbogenhandschwei\u00dfen. Im Fahrzeugbau ist das Widerstandsschwei\u00dfen weit verbreitet. Die Wahl des Verfahrens h\u00e4ngt vom Werkstoff, der Nahtgeometrie und den Qualit\u00e4tsanforderungen ab.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-section\" id=\"jc35\" itemscope itemprop=\"mainEntity\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Question\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-jc35\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\" itemprop=\"name\">Wo setzt Global Business Recruiting Schwei\u00dfer ein?<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-jc35\" itemscope itemprop=\"acceptedAnswer\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Answer\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\" itemprop=\"text\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Global Business Recruiting vermittelt und entsendet qualifizierte<span>\u00a0<\/span>Schwei\u00dfer<span>\u00a0<\/span>aus Osteuropa f\u00fcr Eins\u00e4tze in Deutschland und Europa \u2013 in der Industrie, im Schiffbau, im Anlagenbau und im Baugewerbe. Unsere Fachkr\u00e4fte beherrschen alle g\u00e4ngigen Schwei\u00dfverfahren.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend das Schwei\u00dfen heutzutage nicht mehr aus dem Alltag vieler Arbeiten wegzudenken ist, musste es in der Geschichte zuerst einmal einen Anfang nehmen und dann verschiedene Stadien der Entwicklung durchlaufen. Nur so, mit Versuch und Fehler wurde es zu dem, was wir heute kennen. Dabei ist das Schwei\u00dfen als ein Prozess, Werkst\u00fccke zu verbinden, wirklich...","protected":false},"author":1,"featured_media":10117,"parent":9347,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-9784","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9784","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9784"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9784\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11209,"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9784\/revisions\/11209"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9347"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reliableweb.de\/global-business-recruiting\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9784"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}